Die ersten zehn Jahre des TSC Lausitz Cottbus.e.V
Interview mit der Lausitzer Rundschau anläßlich seines 65. Geburtstages

TANZSPORTLER DETLEF WINTER UND SEIN START IN STRÖBITZ
DETLEF WINTER IST 65 / IN "WINKLERS BALL-LOKAL" FING ALLES AN

"Wir wollen noch mal angreifen"

Detlef Winter hat kürzlich seinen 65. Geburtstag gefeiert. Seit 1960 widmet er sich dem Tanzsport. Im RUNDSCHAU-Gespräch erinnert sich Detlef Winter an seine ersten Schritte auf den glatten Tanzböden der Stadt.

Zum 65. Geburtstag hat Detlef Winter von Gertrud Berndt, einer Turniertänzerin der Klasse Senioren III C, eine Torte erhalten. "Womit sie eindeutig meine zweite Leidenschaft erreicht. Denn Torte esse ich für mein Leben gern", sagt der Jubilar.

Erinnern Sie sich noch an die Anfänge Ihrer Leidenschaft?

Na klar doch. Ich habe als 18-Jähriger bei "Brosatis" – die älteren Cottbuser werden sich an diese Tanzschule erinnern – meinen ersten Anfängerkursus belegt. Im damals legendären "Winklers Ball-Lokal in Ströbitz". Mit einem ganz außergewöhnlichen Ende übrigens. Denn immerhin wurde ich von Frau Brosatis auserwählt, mit ihr beim Abschlussball die Polonaise anzuführen. Eine Riesenauszeichnung und das Zeichen dafür, dass ich mich für dieses Metier nicht ganz so schlecht eigne. Ansonsten wäre die Wahl wohl nicht auf mich gefallen.

Sind Sie seitdem ohne Unterbrechung dem Tanzen treu geblieben?

Ja, das bin ich. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund. Schnell habe ich gemerkt, dass es eine Riesenfreude bereitet, wenn die Klänge der Musik in eine synchrone Bewegung des Körpers übergehen, und zwar bei beiden Tanzpartnern.

Man spricht dann auch von einer Art Tanzrausch, vom wohl einzig ungefährlichen Rausch.

Jahrelang haben Sie Leuten das Tanzen beigebracht, sie zum Teil auch zum Turniertanz befähigt . . .

Zum Beispiel haben meine Frau und ich 1986 in Finsterwalde den "Club für geselliges Tanzen" gegründet. Elf Jahre lang sind wir oft zwei Mal die Woche rüber in die Sängerstadt gefahren und haben dort gelehrt. Und gegen Ende dieser Zeit kam uns die RUNDSCHAU zu Hilfe. Als nämlich ein Artikel über uns veröffentlicht wurde, bekundeten gleich 15 Paare Interesse an einem Tanzclub in Cottbus. Den haben wir dann auch im September 1995 ins Leben gerufen. Diesen Club gibt es noch heute unter der Bezeichnung "Tanzsportclub Lausitz Cottbus".

Sind Sie noch im Turniersport aktiv?

Derzeit ist meine Frau Annemarie leicht verletzt, sodass wir pausieren müssen, aber wir wollen noch mal angreifen. Wir sind in der Klasse "Senioren S III Standard" und hier wollen wir im Herbst an den Landesmeisterschaften teilnehmen. Vor sechs Jahren sind wir in der damaligen "Klasse II S" Zweite bei den brandenburger Meisterschaften geworden.

Was müssten Interessenten tun, um bei Ihnen unter professioneller Anleitung "richtig tanzen" zu lernen?

Wir bieten einen Grundkursus über zehn mal zwei Stunden an. Innerhalb eines Vierteljahres kriegt man auf diesem Wege acht Tänze so gelehrt, dass man draußen gut bestehen kann. Jedoch wären 15 Paare nötig, um einen solchen Grundkursus anzugehen. Für Freundeskreise, Arbeitskollegen oder Vereine könnte das eine Abwechslung sein. Und Spaß macht es allemal, das können Sie mir glauben.

Mit Detlef Winter
sprach Georg Zielonkowski

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